Drei-Millimeter-Instrumente

Der Wunsch nach immer kleineren Zugängen bei chirurgischen Eingriffen ist so alt wie die Chirurgie selbst. Erst die Entwicklung von Optiken und Kamerasystemen – den Endoskopen – ermöglichte es, Bilder aus dem Körperinneren auf einem Monitor auszugeben.

Was ist die Laparoskopie?

In der Abdominal- oder Bauchchirurgie wird die minimalinvasive Technik, die sogenannte Laparoskopie oder Schlüsselloch-Chirurgie, seit Anfang der 1990er Jahre vermehrt angewendet und gehört heute zum klinischen Alltag. So werden in Deutschland inzwischen mehr als 90 Prozent aller Gallenblaseneingriffe laparoskopisch durchgeführt. Aber auch bei der Blinddarmentfernung, der Hernienchirurgie (z.B. bei Leistenbrüchen) und bei der Darmchirurgie werden diese Techniken standardmäßig angewendet. Je nach Indikation werden durch drei bis fünf Trokare (Zugänge) Instrumente in das Körperinnere zur Operation eingebracht.

Zugänge und Instrumente immer kleiner

Die Instrumente wurden seit den Anfängen der Schlüsselloch-Chirurgie deutlich dünner. Der Durchmesser beträgt jetzt nur noch 3,5 mm (früher 10mm/5mm), und damit sind auch die benötigten Trokare kleiner geworden. Nach wenigen Wochen sieht man diese Narben in den meisten Fällen kaum mehr.

Ausblick

Der Trend zu immer kleineren Zugängen in der Bauchchirurgie geht weiter und es werden auch künftig neue Methoden entwickel, seien es noch kleinere Zugänge, Miniatur-Roboter oder lasergestützte Operationen. Welche Lösungen die Medizin noch hervorbringt, bleibt abzuwarten.

Aktuell ist die Minilaparoskopie der nächste evolutionäre Schritt in der Entwicklung hin zur narbenfreien Chirurgie, mit dem Ziel, ein möglichst optimales Patientenergebnis zu gewährleisten.

 

Quellen:

Artikelbild © B.Braun Melsungen AG

 

» zurück


Navigation Artikel